LED-Außenlampe sendet Telegram-Nachricht

LED-Lampe

Bei diesem Projekt wurde eine Solarlampe mit Bewegungsmelder für den Außeneinsatz
von der Firma MPOW (Model MPCD011BB) mit Hilfe eines ESP8266 erweitert, um bei
Bewegungen eine Nachricht an einen Telegram-Bot zu senden.
Die LED-Lampe kostet ca. 20€, ist mit einem NiMH-Akku ausgestattet, der per Solarmodul geladen wird, ist somit unabhängig von einem Stromanschluss und beliebig platzierbar.
Durch den integrierten Bewegungsmelder schaltet sich die Lampe im Dunkeln bei
Bewegung für ca. 30 Sekunden an.

Die LED-Lampe ist zum Basteln sehr interessant, da das Gehäuse nicht verklebt, sondern verschraubt ist, damit sehr einfach zu zerlegen und im Inneren auch noch genügend Platz für eine Platine der Größe eines ESP01 bietet.

LED-Lampe + ESP

Mit einer kleinen zusätzlichen Schaltung auf einer Lochrasterplatine wird von der
Steuerplatine der LED-Lampe die Spannungsversorgung für den ESP abgenommen und
bei Bewegung ein Reset-Signal generiert.

Funktionsweise

Für die Inbetriebnahme der Lampe ist der ESP so programmiert, dass er einen WLAN-Access-Point zur Verfügung stellt.
Verbindet sich innerhalb von drei Minuten kein Gerät mit dem ESP, wird dieser in den
DeepSleep-Modus versetzt, um den Akku zu schonen. Verbindet man sich aber z.B. mit seinem Smartphone, kann man über eine Web-Oberfläche die Einstellungen für die Verbindung mit dem heimischen WLAN (SSID +Netzwerkschlüssel) vornehmen, wie auch die Konfiguration zum Senden einer Telegram-Nachricht (Bot-API-Key, User-ID und Nachrichtentext).
Wird die Konfiguration bestätigt und alle WLAN-Parameter sind korrekt, verbindet sich der ESP mit dem heimischen WLAN, sendet an den Telegram-Bot den konfigurierten
Nachrichtentext und wird anschließend in den DeepSleep-Modus versetzt.
Detektiert die LED-Lampe eine Bewegung wird der ESP per Reset-Signal aufgeweckt,
verbindet sich mit dem konfigurierten WLAN und sendet eine Telegram-Nachricht mit dem angegebenen Nachrichtentext. Anschließend versetzt sich der ESP wieder in den
DeepSleep-Modus.
Mittlerweile wird die unveränderte Kombination aus ESP + Software dazu genutzt, um eine Türklingel eine Telegram-Nachricht senden zu lassen, um keinen Besucher bei Aufenthalt im Garten zu verpassen.
Eine weitere Variante der Software wird auch dazu genutzt, eine Nachricht an eine
Hausautomation zu senden, z.B. an Pilight per REST-API.

Hervorgehoben

Fahrzeugwaage 1:32

In meinem ersten Blog-Beitrag möchte ich hier mein Bastelprojekt einer selbst gebauten Fahrzeugwaage (Portalwaage) im Maßstab 1:32 vorstellen. Die Idee entstand als Weihnachtsgeschenk für meinen Neffen passend zu dessen ferngesteuerten Siku Control32 Modellen, mit denen unter anderem die Getreideernte im Wohnzimmer nachgespielt wird.

transportable Waage

Diese Fahrzeugwaage ist transportabel und hat zum Befahren zwei Rampen.

Mittlerweile existiert eine zweite Variante der Waage, die fest in eine Siku-Anlage (ähnlich einer Eisenbahnanlage mit Straßen, Gebäuden usw.) integriert ist.

fest verbaute Waage (leer)
fest verbaute Waage

Aufbau

Die elektronischen Bauteile der Waage bestehen im Wesentlichen aus einem Arduino Nano, zwei 3 kg Wägezellen mit dem passenden Gewichtssensor HX711, einem LCD-Modul 16×2 HD44780, ein paar RGB-LEDs und einer Powerbank.

Montiert ist das Ganze auf einer verwindungssteifen Hartplastikplatte(ca. 15×50 cm). Darauf sind die Wägezellen montiert, auf denen wiederum eine Aluminiumplatte (ca. 12×50 cm) als Waagefläche angeschraubt ist.
In dem Raum zwischen Grundplatte und Aluminiumplatte sind der Arduino, der Gewichtssensor und die Powerbank untergebracht.
Das LCD-Modul nebst einer RGB-LED ist in einem Kunststoffgehäuse eingebaut, welches mittels einem quadratischem Aluminiumprofil (ca. 2 x 2 x 25 cm) ebenfalls auf der Grundplatte befestigt ist. Durch das Aluprofil verlaufen die Kabel vom Arduino zum LCD-Modul und der RGB-LED.

Funktionsweise

Durch Textausgaben auf dem LCD werden dem Fahrer Hinweise zur Benutzung der
Waage angezeigt. Die RGB-LEDs signalisieren zusätzlich per Ampelsignal den Zustand
der Waage, d.h. ob das Fahrzeug fahren kann, halten soll usw.

Die Benutzung der Waage läuft folgendermaßen ab:

Nach dem Einschalten ist die Waage betriebsbereit, dieses wird durch grüne LEDs und dem Text „Bitte beladen auffahren“ signalisiert. Ein beladenes Fahrzeug kann auffahren.

Das Auffahren eines Fahrzeuges wird durch die Gewichtsänderung über die Wägezellen erfasst, das wird durch rot/grün blinkende LEDs und dem Text „weiter auffahren“ angezeigt. Dieses wird solange angezeigt, bis keine Gewichtsänderung mehr gemessen wird, d.h. das Fahrzeug vollständig aufgefahren ist und still steht.

Jetzt werden die LEDs rot und als Text „Bitte warten“ ausgegeben. Es wird das Gesamtgewicht gemessen und abgespeichert.

Die Beendigung des Messvorgangs wird durch ein grünes Signal und dem Text „Bitte entladen“ angezeigt. Das Fahrzeug kann jetzt von der Waage runter fahren.

Ist das Fahrzeug vollständig von der Waage herunter gefahren (es wird kein Gewicht mehr gemessen), werden die LEDs auf gelb gestellt und als Text „Bitte leer auffahren“ ausgegeben, d.h. das Fahrzeug muss seine Ware jetzt entladen.

Anschließend muss das Fahrzeug leer auf die Waage auffahren.
Das Auffahren des Fahrzeuges wird wieder durch die Gewichtsänderung über die Wägezellen detektiert, was durch rot/grün blinkende LEDs und dem Text „weiter auffahren“ angezeigt wird.

Ist das Fahrzeug vollständig aufgefahren und steht still, werden die LEDs wieder auf rot gestellt, als Text „Bitte warten“ angezeigt und das Leergewicht gemessen.

Wurde das Leergewicht gemessen, wird das Ladungsgewicht errechnet
(Gesamtgewicht – Leergewicht), zur Anzeige gebracht und die LEDs wieder grün angezeigt. Die Waage ist jetzt wieder für die nächste Messung bereit.